Fehlings Kolumne


Anti-Aging
In letzter Zeit, das ist mir aufgefallen, wird in den Medien immer häufiger das schöne deutsche Wort Anti-Aging gebraucht. Ob Gesichts- oder Augencreme, Körperpuder, gymnastische Übungen, ja sogar Haarshampoos werden unter diesem Schlagwort angeboten und anscheinend gut verkauft.
Was veranlasst nun jemanden, etwas zu kaufen, das gegen das Alter ist? Ich frage mich verwundert, warum die Menschen einfach nicht alt werden wollen. Ist irgendwie schwer zu verstehen. Jeder, der bei normalem, gesundem Menschenverstand ist, möchte doch nicht früh sterben. Jeder möchte doch alt werden! Warum also will man aber unbedingt nicht alt aussehen?
Wenn man jemandem sagt, er sieht alt aus, ist das eine schlimme Beleidigung. Warum? Könnte man nicht eher beleidigt sein, wenn man zu hören bekommt, man sei unerfahren? Oder zu jung, um etwas zu verstehen?
Das ist wohl ein Phänomen unserer Gesellschaft. Irgendwann einmal haben Menschen, die auf geheimnisvolle Weise über uns herrschen, entschieden, dass man, bitte schön, nicht alt zu sein hat. Und wie die Lemminge alle hinter dem Ersten herrennen, ...... Sie würden gerne weiterlesen? Die Konditionen zu dieser und den anderen Geschichten von Rita Fehling erfragen Sie bitte unter

Handy zum Frühstück
Wie oft haben Sie sich früher mit ihren Freundinnen und Bekannten getroffen? Einfach mal so oder zu einem richtig schönen Tratschabend? Wie oft haben Sie ihnen von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden? Wenn sie ehrlich sind, sicher öfter als heute, im Zeitalter des Internets und der E-Mails. Man unterhält sich nicht mehr so oft wie früher, man schickt sich elektronische Nachrichten oder chattet am Bildschirm. Da lobe ich mir doch die Situationen, in denen die Menschen mal nicht an ihren Computern sitzen sondern sich noch wahrhaftig gegenüber sitzen. Aber: Auch hier ist nicht mehr alles so wie damals...
Wissen Sie noch, wie früher die Frühstückspausen in den Büros abliefen? Man traf sich in der Kantine oder im Aufenthaltsraum, packte die schlüpferfarbene Plastikdose mit Wurst- oder Käsebroten aus, ein Stück Obst, die Kaffeetasse und dann wurde "gepaust". Man tratschte, der neueste Büroklatsch wurde durchgenommen, einige hatten vielleicht einen Comic dabei oder auch mal ein Buch. So war es doch, oder?
Und heute? Das mit dem Snack aus der Plastikdose ist bei vielen geblieben, natürlich auch der Kaffee. Aber was ist mit unseren guten, belanglosen, belustigenden Bürogesprächen passiert? Heutzutage packt man neben dem Genannten noch das Handy auf den Tisch. Sieht harmlos aus, ist es aber nicht. Das frühere Statussymbol mächtig wichtiger Leute fehlt heute in keiner Handtasche mehr. Und leider bleibt es da nicht. Ich will ja gar nicht reden von dem ständigen Melodiengewirr während man im Restaurant ...... Sie würden gerne weiterlesen? Die Konditionen zu dieser und den anderen Geschichten von Rita Fehling erfragen Sie bitte unter

Frei-Tag
Geht es Ihnen auch manchmal so? Man ist einfach groggy, kaputt, ausgebrannt. Nicht, dass man keine Lust zum Arbeiten hätte, nein, aber man möchte einfach mal eine kleine Pause haben. Und weil man auf seinen Körper hören soll, gönnte ich mir letzte Woche einfach einmal einen freien Tag. Einen Urlaubstag ohne jede Notwendigkeit. Einfach mal einen ganzen Tag lang faulenzen und nur das tun, wozu ich Lust habe, das war genau das, was ich brauchte. Ich nahm mir also einen Tag frei und freute mich darauf, einen ganzen Tag ohne Hektik verbringen zu können. Ich wollte all das tun, was ich während einer Arbeitswoche nicht kann. Ausschlafen zum Beispiel, mich am helllichten Tag mit einem Buch auf's Sofa pflanzen und lesen, den Fernseher einschalten und mich von belanglosem Zeug berieseln lassen, am Computer unnütze und sinnlose Spiele spielen, am Nachmittag Talkshows gucken, natürlich nur, um mitreden zu können. Ich freute mich wie ein Kind auf Weihnachten auf meinen geschenkten Tag.
Morgens, es muss so gegen halb sieben gewesen sein, kam die Müllabfuhr. Nicht, dass ich etwas gegen die Müllabfuhr hätte. Nein, nein. Ich war nur immer davon ausgegangen, die Jungs kommen so gegen zehn Uhr. Aber was soll's, kein Nachteil kann so groß sein, dass nicht noch ein kleiner Vorteil dabei herausspringt. So hatte ich eben ein paar Stunden mehr von meinem freien Tag. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch, nur so, ich hatte mir ja nichts vorgenommen, aber ein paar längst fällige Briefe beantworten, das würde mein Gewissen erleichtern und dadurch zusätzlich meine Laune heben. Es klingelte an der Tür. Es war ein Staubsaugervertreter, der erst nach einer viertelstündigen Diskussion eingesehen hatte, dass mit mir kein Geschäft zu machen war. Was wollte ich doch machen? Ach ja, der Brief. Aber dazu hatte ich jetzt keine ...... Sie würden gerne weiterlesen? Die Konditionen zu dieser und den anderen Geschichten von Rita Fehling erfragen Sie bitte unter
Infos zur Serie
Lese-Augenblicke von Rita Fehling über das Leben und die Liebe, über den Alltag und den Urlaub, und natürlich über Männer und Frauen.

Egal ob als regelmäßige Kolumne oder als einzelnen Text, Rita Fehlings humorvolle Berichte aus dem ganz normalen Alltag lösen immer den "Aha-Effekt" aus.

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