Pseudonym


Der Begriff des Thrillers ist untrennbar mit ihm verbunden. Er machte den Kriminalroman hoffähig. Im Lauf seines Lebens schrieb er mehr als 170 Bücher, deren Erfolg sich auf einer spannungsgeladenen Handlung, skurrilen Verbrecherpersönlichkeiten und oft makabren Requisiten gründet.
Geboren wurde er am 1.4.1875 im Londoner Stadtteil Greenwich - fast genau auf dem Nullmeridian - als unehelicher Sohn eines Schauspielers. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, hatte keine abgeschlossene Schulbildung und brachte es dennoch zum Kriegskorrespondenten in Südafrika.
Zurück in London begann er, Lyrik, Sachliteratur und Theaterstücke zu schreiben. Daneben versuchte er sich an Kriminalgeschichten. Für seinen Roman "Die vier Gerechten", den niemand veröffentlichen wollte, gründete er einen eigenen Verlag. Damit begann sein Weg zu einem der erfolgreichsten Autoren der englischen Sprache. Seine Leser faszinierte er mehr durch den "Thrill" als durch eine logische und folgerichtige Aufklärung der Verbrechen. In vielen seiner Geschichten war der Londoner Nebel Synonym für Unsicherheit und Bedrohung. Er war ein Vielschreiber, der es auf etwa sieben Bücher pro Jahr brachte. Dabei bearbeitete er einen erheblichen Teil seiner Werke auch noch für die Bühne. Die meisten seiner Bücher wurden verfilmt, wobei sich besonders deutsche Regisseure in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren engagierten.
Unter welchem Pseudonym wurde der Autor weltberühmt?
Lösung: Edgar Wallace

Gordon Matthew Sumner gilt als Poet mit der Rockgitarre. Mit seinen Texten greift er oft soziale und politische Themen aus aller Welt auf; kritische Töne sind unüberhörbar. Seine unverwechselbare Stimme ist auf allen Kontinenten bekannt und ragt über viele seiner Künstlerkollegen hinaus. Nicht umsonst wurde Sumner mehrfach mit dem "Grammy" geehrt, der höchsten Auszeichnung im Musikgewerbe. 1988 erhielt er ihn als "Sänger des Jahres".
Eigentlich studierte der 1951 in Wallsend Geborene Pädagogik; er übte sogar zwei Jahre eine Tätigkeit als Lehrer aus. Während dieser Zeit war er aber bereits Bassist und Sänger in diversen Bands. 1977 gründete er in London seine eigene Truppe "The Police". Zwei Jahre später gelangen die ersten Welthits, die heute Evergreens sind: "Roxanne", "Message in a bottle" und "Walking on the Moon". Im gleichen Jahr feierte der Vielseitige seine Premiere als Schauspieler in dem Film "Quadrophenia".
Mitte der Achtziger profilierte sich Sumner endgültig als Weltstar. Er drehte zunächst unter David Lynch "Dune - der Wüstenplanet", brachte 1985 nach der Trennung von Police sein berühmtes Solo-Album "The dream of the blue turtles" heraus und stand mit Meryl Streep in "Eine demanzipierte Frau" vor der Kamera. In seinen Musestunden malt Sumner, und auch hier stellt er sein ungewöhnliches Talent unter Beweis.
Unter welchem Pseudonym kennen Sie den Vielseitigen?
Lösung: Sting

Infos zur Serie
Das Personenrätsel von Hajo Ludwig.

Es gibt einige Hundert Menschen, die bekannt oder sogar weltberühmt sind, jedoch nicht unter ihrem eigenen Namen. Pseudonyme ziehen sich durch alle Zeiten, durch alle Länder, durch alle Berufsstände. Nicht nur für Künstler sind angenommene Namen an der Tagesordnung, auch Sportler und Schriftsteller, sogar Politiker und Wirtschaftskapitäne bedienen sich ihrer.

Und genau das macht den Reiz einer Kolumne wie "Pseudonym" aus. Auch wenn der Leser die Lösung nicht kennt oder findet - ein Aha-Erlebnis ist ihm allemal gewiss. Es hat schon etwas für sich, wenn man auf der nächsten Party erzählen kann, dass "Elton John" eigentlich "Reginald Kenneth Dwight" heißt.

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© Ludwig